Germanistische Mediävistik

Prof. Dr. Katharina Philipowski

Publikationen

Monographien
Die Gestalt des Unsichtbaren. Narrative Konzeptionen des Inneren in der höfischen Erzählliteratur. Berlin, New York 2013. (HERMAEA. Neue Folge, Bd. 131).
minne und kiusche im deutschen ‘Prosa-Lancelot’. Frankfurt a. M. 2001.

Herausgeberschaften
In Vorbereitung: Von sich selbst erzählen. Historische Dimensionen des Ich-Erzählens, zus. mit Sonja Glauch. Heidelberg 2016 (Studien zur historischen Poetik).
In Vorbereitung: Heldris de Cornouailles: Roman de Silence. 04.-06. Oktober 2015,Kloster Bronnbach, zus. mit Britta Bussmann, Inci Bozkaya und Julia Rüthemann. Winter 2016.
Fragmentarität als Problem der Kultur- und Textwissenschaften, hrsg. von Kay Malcher, Stephan Müller, Katharina Philipowski und Antje Sablotny. Paderborn 2013 (MittelalterStudien).
Anima und sêle. Darstellungen und Systematisierungen von Seele im Mittelalter
Tagungsband der Irseer Tagung 5.–7. Dezember 2004, hrsg. von Katharina Philipowski und Anne Prior. Berlin 2006 (Philologische Studien und Quellen 197).

Aufsätze
Im Druck
Lieder, die ihren Autor erschaffen: Das ‚Ich’ des Neithart Fuchs als referentielle Kippfigur, erscheint in: Von sich selbst erzählen. Historische Dimensionen des Ich-Erzählens, hrsg. von Sonja Glauch und Katharina Philipowski. Heidelberg (Winter) 2017.
Wider die Bewältigungsthese: Von der Auflösung einer (heroischen) Sinngebung in der ‚Klage’, in: 13. Pöchlarner Heldenliedgespräch, hrsg. von Johannes Keller.
Text-Fragmente und ihre Medien: Systematisierungsversuche am Beispiel der mittelalterlichen Handschriftenkultur, in:Objektepistemologien, hrsg. von Markus Hilgert, Kerstin Hofmann und Henrike Simon.
Die deiktische Poetik des Präsens, oder: Wie das ‚jetzt’ ein ‚hier’ erschafft, in: Handbuch Historische Narratologie, hrsg. von Florian Kragl und Eva von Contzen.
„Wer sich selbst erniedrigt, will erhöht werden“. Werkgerechtigkeit und Heilsökonomie im ‚Guten Gerhart’, in: Rudolf von Ems, hrsg. von Norbert Kössinger, Elke Krotz, Henrike Manuwald, Stephan Müller.
Hadlaubs Serena oder wie das Präsens-Erzählen Präsenz herstellt, in: Raum und Zeit im Minnesang, hrsg. von Annette Gerok-Reiter, Anna Lahr und Simone Leidinger. Heidelberg (Studien zur Historischen Poetik).
Exemplarik und Erfahrung in allegorischen Ich-Erzählungen (am Beispiel von Konrads von Würzburg ›Klage der Kunst‹), in: PBB.

Erschienen (in absteigender Aktualität)
Schrift in Fesseln: Die steinerne Rede der Persine in Thürings von Ringoltingen ‚Melusine’ (1456), in: Metatexte. Erzählungen von schrifttragenden Artefakten in der alttestamentlichen und mittelalterlichen Literatur, hrsg. von Friedrich-Emanuel Focken und Michael R. Ott. Berlin, Boston 2016 (Materiale Textkulturen Bd. 16), S. 239-262.
Zusammen mit Kay Malcher: Literarische Tragik im Spannungsfeld von Narrativität, Medialität und Textualität – am Beispiel der mittelhochdeutschen Rabenschlacht, in: Tragik vor der Moderne. Literaturwissenschaftliche Analysen, hrsg. von Regina Töpfer und Gyburc Radke-Uhlmann. Heidelberg 2015, S. 143–177.
Die Zeit der ersten Person. Warum Ich-Erzählungen keine Wiedergebrauchsrede sind und wozu man sie deshalb gebrauchen kann – am Beispiel von ‚Des Spiegels Abenteuer’ Hermanns von Sachsenheim, in: Zwischen Anthropologie und Philologie: Beiträge zur Zukunft der Minneredenforschung, hrsg. Iulia-Emilia Dorobanƫu, Jacob Klingner u. Ludger Lieb. Heidelberg  2014, S. 71-109.
Zügellosigkeit und Kontrollverlust. Zum frühhumanistischen Emotionsdiskurs am Beispiel von Piccolominis Eurialus und Lucretia, in: Emotionen in Mittelalter und Renaissance, hrsg. von Christoph Kann. Düsseldorf 2014, S. 325-364.
Zusammen mit Björn Reich: Feen als Erzählfunktionen. Wie der Artusroman gegen sein Scheitern anerzählt, in: Fiktionalität im Artusroman des 13. bis 15. Jahrhunderts. Romanistische und germanistische Perspektiven, hrsg. von Martin Przybilski und Nikolaus Ruge (Trierer Beiträge zu den historischen Kulturwissenschaften 9). Wiesbaden 2013, S. 133–154.
Der allegorische Traum als Ich-Erzählung oder die Ich-Erzählung als Traum-Allegorie: Minnelehre und Rosenroman, in: Körper-Ästhetiken. Der (allegorische) Körper als ästhetisches Prinzip. (Gender-)theoretische Perspektiven, hrsg. von Miriam Oesterreich und Julia Rüthemann. Berlin, New York 2013, S. 241–271.
Vergangene Gegenwart, vergegenwärtigte Vergangenheit: Zeit und Präsenz in der mediävistischen Alteritätsdebatte in: Wie anders war das Mittelalter? Fragen an das Konzept der Alterität, hrsg. von Manuel Braun. Göttingen 2013, S. 127-159.
Autodiegetisches Erzählen in mittelhochdeutscher Literatur oder: Warum mittelalterliche Erzähler singen müssen, um von sich erzählen zu können, in: ZfdPh 132 (2013), S. 321-352.
ich hete kranke sinne, / daz ich im niht minne gap.“ (Parzival 141,20f) minne als lôn und als gabe im Tristan und im Jüngeren Titurel, in: Liebesgaben. Kommunikative, performative und poetologische Dimensionen in der Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, hrsg. von Margreth Egidi, Ludger Lieb und Mireille Schnyder. Berlin (Erich Schmidt) 2012, S. 101–118.
Zauberei, Magie, Teufelsbeschwörung und ihre legendarische Überformung im ‚Malagis’ und ‚Reinolt von Montalban’, in: Das Potential des Epos. Die altfranzösische Chanson de geste im europäischen Kontext, hrsg. von Susanne Friede und Dorothee Kullmann. Heidelberg 2012, S. 299–325.
Zeit und Erzählung im Tagelied oder: Vom Unvermögen des Präsens, Präsenz herzustellen, in: Lyrische Narrationen – narrative Lyrik. Gattungsinterferenzen in der mittelalterlichen Literatur, hrsg. von Hartmut Bleumer und Caroline Emmelius. Berlin, New York 2011 (Trends in Medieval Philology 16), S. 181–213.
Fragmentarität als Problem historischer Text- und Kulturwissenschaften, in: Methodik und Didaktik in der Ägyptologie. Herausforderungen eines kulturwissenschaftlichen Paradigmenwechsels in den Altertumswissenschaften, hrsg. von Burkhard Backes, Catherine Jones und Alexandra Verbovsek (Ägyptologie und Kulturwissenschaft 3). München 2011, S. 91–106.
diu gâb mir tugende gît.’ Das gabentheoretische Dilemma von milte und lôn im hohen Minnesang, im Frauendienst und im Tagelied, in: DVjs 85/4 (2011), S. 455-488.
die werlt ist uf den herbest komen.’ Vom Natureingang zur Jahreszeiten-Allegorie in der Lyrik des 13. bis 15. Jahrhunderts, in: Projektion – Reflexion – Ferne. Räumliche Vorstellungen und Denkfiguren im Mittelalter, hrsg. von Sonja Glauch und Susanne Köbele. Berlin, New York 2011, S. 85–119.
Erzähler und Erzählform in Ulrichs von Liechtenstein Frauenbuch oder: Ist das Frauenbuch eine Minnerede?, in: Handbuch Ulrich von Liechtenstein. Leben – Zeit – Werk – Forschung , hrsg. von Christopher Young und Sandra Linden. Berlin, New York (De Gruyter) 2010, S. 442–486.
Prosaisches Begehren: ‚Eurialus und Lucretia’ im Kontext des europäischen frühhumanistischen Frauen-, Ehe- und Affektdiskurses, in: Eulenspiegel trifft Melusine, hrsg. von André Schnyder. Amsterdam, New York 2010 (Chloe, Beiheft zum Daphnis), S. 409–435.
We, daz ie man die strangen sach geschribene!’ Gehörte und gelesene Schrift in Albrechts ‚Jüngerem Titurel’, in: IASL 34 (2009), S. 49–74.
Aporien von dienst und lôn im ‚Mauritius von Craûn’ und in der ‚Heidin’, in: GRM 59/2 (2009), S. 211–238.
Erzählte Emotionen, vermittelte Gegenwart. Zeichen und Präsenz in der literaturwissenschaftlichen Emotionstheorie, in: PBB (2008), S. 62–81.
Negative Präsenz. Die gespaltene Zeit der Erzählung in Paul Ricœrs ‘Zeit und Erzählung’, in: Journal of Literary Theory 2 (2008), S.71–98.
Sprechen, Schreiben und Lieben in der ‘Virginal’. Die Heidelberger Fassung als Beispiel literarischer Metakommunikation, in: Euphorion 102 (2008), S. 1– 32.
Die Grenze der Handlung und ihre narrative Überschreitung. Narratologische Überlegungen zur Personifikation des Erzählens in späthöfischer Epik, in: Grenzen und Grenzüberschreitungen im Mittelalter. Akten des 11. Symposions des Mediävistenverbandes, Frankfurt an der Oder, 14.-17. März 2005, hrsg. von Ulrich Knefelkamp und Kristian Bosselmann-Cyran. Berlin 2007, S. 270–284.
Die Ordnungen des Erzählens und ihre Entblößung. Formalismus und Verfremdung als Selbstreflexion von Erzählstrategien, in: Das fremde Schöne. Dimensionen des Ästhetischen in der Literatur des Mittelalters, hrsg. von Manuel Braun und Christopher Young. Berlin 2007 (Trends in Medieval Philology 12), S. 195–224.
Strophisches und stichisches Sprechen. Medientheoretische Überlegungen zur Figurenrede in höfischer- und Heldenepik, in: Formen und Funktionen der Figurenrede in der mittelhochdeutschen Großepik, hrsg. von Nine Miedema und Franz Hundsnurscher. Tübingen 2007 (Beiträge zur Dialogforschung 36), S. 43–71.
Wer hat Herzeloydes Drachentraum geträumt? trûren, zorn, haz, scham und nît zwischen Emotionspsychologie und Narratologie, in: PBB 128 (2006), S. 254–271.
Vom Formalismus allegorischer Unmittelbarkeit. Zu Peter Czerwinskis ‘Allegorealität’, in: ZfdPh 124 (2005), S. 122–126.
Zusammen mit Michael G. Browne: The ‚Carmen arboribus’. The UrbanaManuscriptno. x872 C686 1400, in: CodicesManuscripti 50/51 (2005), S. 35–43.
Der geformte und der ungeformte Körper. Zur ‘Seele’ literarischer Figuren im Mittelalter, in: ZfdPh 123 (2004), S. 67–86.
Das ‘minneclîche wunder’ in der spätmittelalterlichen Mariendichtung und im späten Minnesang, in: Studia Palaeophilologica Professoris G.M. Browne in honorem oblata, ed. Stephen M. Bay. Urbana 2004, pp. 27–35.
Bild und Begriff: sêle und herze in geistlichen und höfischen Dialoggedichten des Mittelalters, in: Anima und sêle. Darstellungen und Systematisierungen von Seele im Mittelalter Tagungsband der Irseer Tagung 5.–7. Dezember 2004, hrsg. von Katharina Philipowski und Anne Prior. Berlin 2006, S. 299–320.
Apologie der Differenz. Formalismus als Literarizitätskriterium am Beispiel der Heidelberger Virginal, in: Germanistik in/und/für Europa. Faszination - Wissen. Texte des Münchener Germanistentages 2004. Bielefeld 2006, S. 373–379.
Erinnerte Körper, Körper der Erinnerung. Sein und Nicht-Sein in der Dichtung des Mittelalters, in: Memoria in der Literatur des Mittelalters, hrsg. von Klaus Ridder und Ulrich Ernst. Köln, Weimar, Berlin 2003, S.139–158.
Das Lachen der Cunnewâre, in: Zeitschrift  für Germanistik, Heft 1, Februar 2003, S. 9–25.
minne als Krankheit, in: Neophilologus 87 (2003), S. 411–433.
die welt dye ist gar selczsam czu erkennen.’ Von der Unlesbarkeit der Welt in der Dichtung des späten Mittelalters, in: German Studies Review Vol. XXVI (2003), S. 81–104.
Die Textualität von Gesten. Ein kleiner Beitrag zur Interdisziplinaritätsdebatte, in: JEGP 101 (2002), S. 461–477.
und der sune gewinnet nummer teyl an des vaters sunden, noch der sune an des vaters.’ Heilsgeschichtliche Logiken im deutschen Prosa-Lancelot, in: Wirkendes Wort 51 (2001), S. 165–182.
Erzählte und beschriebene Körper. ‘Allegorische Subversion’ in der Epik des hohen und späten Mittelalters, in: Deutsche Vierteljahresschrift (DVjs) Bd. 3 (2001), S. 363–386.
Nein unde ja sint beidiu da’. ‘Parallelpräsenz’ versus ‘Gleichzeitigkeit’ in der Epik um 1200, in: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik (LiLi) Bd. 117 (2000), S. 118–127.
Körper-Räume und räumliche Körper: Gesten in der höfischen Epik um 1200, in: Gestik. Figuren des Körpers in Text und Bild, hrsg. von Margreth Egidi u.a. Tübingen 2000, S. 53–69.
Geste und Inszenierung. Wahrheit und Lesbarkeit von Körpern im höfischen Epos, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) Bd. 122, Heft 3 (2000), S. 455–477.
Mittelbare und unmittelbare Gegenwärtigkeit oder: Erinnern und Vergessen in der Petitcriu-Episode Gottfrieds von Straßburg, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB), Bd. 120 (1998), S. 29–35.

Editionen
In Vorbereitung: Edition des ‚guoten Gêrhart’ mit Übersetzung, Vorwort und Kommentar für den Reclam-Verlag, gemeinsam mit Norbert Kössinger.