Intercultural German Studies

 Studieninhalte

„Intercultural German Studies" ist ein Studiengang, der Ihnen die Möglichkeit bietet, Erfahrungen in zwei akademischen und kulturellen Umgebungen zu sammeln. Während des auf zwei Jahre ausgelegten Programms studieren Sie ein Jahr an der Universität Mannheim und eines an der University of Waterloo in Ontario, Kanada, sammeln an beiden Universitäten credit points und erhalten am Ende ein von beiden Universitäten gemeinsam ausgestelltes Zeugnis.

Der IcGS-Master umfasst sowohl Lehrveranstaltungen in germanistischer Linguistik und Literaturwissenschaft als auch Kurse in Kulturwissenschaft und Interkulturalitätsforschung. Dabei können Sie nach eigenen Wünschen entweder Literatur- und Sprachwissenschaft zu gleichen Anteilen studieren, oder aber Schwerpunkte setzen. Sie können das Programm also auch dann erfolgreich studieren, wenn Sie in einem Bereich keine allzu fundierten Vorkenntnisse haben - etwa weil Sie ein rein linguistisches Bachelor-Studium absolviert haben. (Genaueres zu den Zulassungsvoraussetzungen finden Sie unter „Bewerben“).

Neben ein Modul, das zwingend in Mannheim, und eines, das zwingend in Waterloo zu absolvieren ist, treten grundsätzlich frei einteilbare Lernleistungen und Veranstaltungen, die an beiden Universitäten belegt werden können – auch wenn wir für einen erfolgreichen Abschluss des Programms in vier Semestern eine Orientierung an unserem Beispiel-Studienverlaufsplan empfehlen.

Dieser Studienplan sieht für die in Mannheim angenommene Kohorte folgende Struktur vor:

Im ersten Semester beginnen Sie mit je einer Vorlesung in Literaturwissenschaft und Linguistik, zwei Seminaren, einer weiteren Vorlesung nach Wahl und einem Sprachkurs zum Thema „Wissenschaftsenglisch“. Bei den Vorlesungen können Sie zwischen Überblicksveranstaltungen („Methoden der Linguistik“ bzw. „Theorien der Kulturen der Moderne“) und Veranstaltungen zu einzelnen Aspekten der Sprach- und Literaturwissenschaft (im Herbstsemester 2016 z.B. „Reiseliteratur“, „Undinen, Nixen und Sirenen“ oder „Internetlinguistik“) wählen. Die Überblicksveranstaltungen eignen sich dabei sicher besonders für diejenigen Studierenden, die über kein oder wenig Vorwissen im jeweiligen Bereich verfügen oder ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Bei den Seminaren haben Sie ebenfalls eine große Bandbreite von Themen zur Auswahl. Stöbern Sie doch einfach einmal in unserem aktuellen Vorlesungsverzeichnis, um einen Überblick zu bekommen: portal2.uni-mannheim.de (unter „Philosophische Fakultät → Deutsche Philologie“). Der Kurs in „Wissenschaftsenglisch“ bereitet Sie gezielt auf den Auslandsaufenthalt vor.

Im Januar beginnt dann der Auslandsaufenthalt. Sie belegen im „winter term“ (Januar bis April) in Waterloo zwei Seminare, jeweils eines in Sprach- und Literaturwissenschaft.
Im „summer term“ von Mai bis August ist der Lehrbetrieb in Waterloo sehr eingeschränkt (wie an nordamerikanischen Universitäten generell üblich). In dieser Zeit haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Lernleistungen zu absolvieren, die nicht an Lehrveranstaltungen geknüpft sind (z.B. den wissenschaftlichen Vortrag halten, an der Reflexion Ihrer interkulturellen Erfahrungen arbeiten und erste Überlegungen zur Masterarbeit anstellen). Natürlich ist hier auch Zeit für ein Praktikum – und Reisen.
Im anschließenden „fall term“ belegen Sie nochmals zwei Seminare nach Wahl.

Zurück in Mannheim ist die Hauptaufgabe im letzten Semester das Anfertigen der Masterarbeit. Dazu gibt es ein begleitendes Kolloquium sowie ein weiteres Seminar.

In Ihrem Studium arbeiten die Koordinatoren eng mit Ihnen zusammen, was die Planung der Semester angeht – damit auch nichts vergessen wird, was auf der anderen Seite des Atlantik zu absolvieren gewesen wäre. Natürlich gibt es aber in Einzel- und Härtefällen immer die Möglichkeit, bei dem zuständigen Prüfungsausschuss eine Ausnahmeregelung zu erreichen.